23. August 2008

würde ich es nochmal machen...

...diese frage stellt sich wohl wenn man meine berichte hier liest. habe ja nicht wirklich viel positives geschrieben und man könnte den eindruck bekommen dass ich nur schlechte erlebnisse hatte.
der eindruck ist auch gar nicht so falsch. um die frage aber wirklich zu beantworten muss ich wohl das ganze etwas revuepassieren lassen...

kurz bevor die idee zur reise überhaupt zu stande kam (ca.2 wochen bevor ich losstrampelte) teilte mir angi mit dass sie 2 wochen zu ihrer familie fährt. bei irgendeinem facebookchat sagte sie dann es wäre schön wenn ich sie dort mal kurz besuchen komme :-)
ich natürlich nicht lange gezögert und direkt angefangen zugverbindungen herauszusuchen, ohne ihr aber was davon zu sagen, sollte eine überraschung werden. dann kam mir der gedanke ich könnte doch einen teil der strecke mit meinem neuen rennvelo fahren, also von basel nach rimini mit dem zug, dann 600km zu angi nach polignano ihrem heimatstädtchen mit dem bike, ist ja alles nur geradeaus der küste lang...
leider kann man in italien sein fahrrad nicht selber in den zug verladen, sondern müsste es aufgeben, und man bekommt keine garantie dass es zum erwünschten zeitpunkt auch dort ist wo man es braucht... ich hab mir dann eine fahrradreisetasche gekauft um das bike als "handgepäck" im zug mitzunehmen. diese hatte aber ein riesen volumen und auch das gewicht war nicht ohne, plan also gescheitert. aber anstatt den plan aufzugeben, habe ich einfach kurzerhand entschlossen die komplette strecke, also knapp 1400km per fahrrad zurückzulegen...
ich dachte das sollte auch für mich untrainierter machbar sein und fing an die strecke zu planen. ich habe 9 tagesetappen zusammengestellt in der annahme dass ich das jeweil auch so schaffen werde. blauäugig und unerfahren wie ich in der sache auch war habeich natürlich nicht an auserordentliche einflüsse gedacht, wie zb. tagelanger gegenwind oder das gepäck am rad das es mir verunmöglicht berge und hügel im stehen hochzufahren...

dann fing das ganze organisieren an, was für gepäck nehme ich mit,was brauche ich unbedingt was kann ich weglassen, und verdammt, wie mache ich das an einem 6 1/2 kilo schweren carbonrennrad fest :-) habe dafür verschiedene sachen ausprobiert, alles war nicht zu gebrauchen, bis mir dann die idee kam, welche ihr weiter unten ja schon anschauen konntet... danicht mein gesammtes gepäck (musste ja schlafmatte und zelt und kleider und essen und trinken und und und mitnehmen) in meine konstruktion passte, bzw. das ganze ab einem gewissen gewicht zu instabil wurde, musst ich noch einen rucksack kaufen. wer schon mal eine lange strecke mit dem rucksack gefahren ist, weiss dass das nicht wirklich gerade ideal ist, schon gar nicht für so eine monstertour...

ich fuhr am montag dem 11.8 los. in einem erbärmlichen zustand, am samstag davor war streeparade, und ich hatte eine anscheinend so gute party dass ich mich so ziemlich an nix mehr erinnern kann :-) entsprechend war mein geistiger und körperlicher zustand am morgen meiner abfahrt.

ich muss ja nicht mehr ins detail gehen schliesslich habe ich ja jeden tag das wichtigste schon geschrieben. hier nur nochmal dinge die ich nicht geschrieben habe weil die texteingabe per handytastatur einfach zu mühsam war...

der gotthard,ja der sieht mich bald wieder,ich weiss ich kann den auch ohne jammern bezwingen, ohne gepäck am bike,ohne schweren rucksack und mit nem rennbike das mir auch von der grösse richtig passt, werde ich den erklimmern und nochmal besiegen und zwar von basel aus nach bellinzona oder locarno, ohne übernachtungspause :-) ich möchte die abfahrt richtig erleben,und nicht so wie dort,3 meter sichtweite, peitschende regentropfen im gesicht, nasse strassen, gegenwind und die ganze zeit angst auf die fresse zu fallen...

nach dem gotthard, als ich in bellinzona ankam, wollte ich eigentlich schon aufgeben, ich lag schon fast ein tag in meiner zeitplanung zurück, und war wirklich dermassen am arsch, ich war kurz vor dem zusammenbrechen, der gegenwind hat mich gekillt, ich dachte mein körper macht keinen tag mehr mit. und jeden tag dachte ich mehrmals dass ich aufgeben muss, es war ein einziger kampf mit mir selber,mit meinem körper und mit meinem willen es zu schaffen... ich dachte so oft dass mein körper nicht mehr kann,habe aber dann herausgefunden dass man nur meint es ist der körper der enicht mehr willund kann, aber nein, die grosse erkenntniss meiner tour, es ist der wille. zuerst gibt man innerlich auf,und sagt sich dann einfach, der körper konnte nicht mehr. wenn man dann aber seinen inneren schweinehund besiegt hat und weitermacht, merkt man dass es eben nicht so war, und dass nur der wille verantwortlich ist beim aufgeben. ja sogar als ich bei ancona mit fieber, schüttelfrost und wahnsinnigen schmerzen in meinem rechten problemknie im hotel lag, ja selbst dort war es nur eine frage des willens weiterzumachen. jeder normale mensch hätte dort aufgehört, jemand der aber ein ziel hat und dieses auch unbedingt erreichen will, der schafft das auch. ich habe gegen diesen erschöpfungszustand angekämpftund mich am nächsten morgen trotzdem auf rad gesetzt und bin losgefahren. die schmrzen im knie verschwanden meistens nach einer halben stunde fahren, da der körper wohl irgendwelche endorphiene oder soproduzoert um den schmerz zu übertdecken, da er merkt dass ich die schmerzen ignoriere und trotzdem weiterfahre und es kein sinn macht mich weiter mit schmerzen zu quälen :-) sieg über den eigenen körper ;-)

teilweise war meine reise sooooo langweilig, kilometerlange strassen, immer geradeaus immer die gleiche langweilige landschaft, immer der gleiche dreck an den seiten, die einzige abwechslung die ich hatte waren die autofahrer die wohl eine compedischän (wettbewerb) mit sich selber veranstalten, wer wohl am nächsten an mir vorbeirasen kann ohne mich zu überfahren. mir blieb eliche male fast mein herz stehen als so idioten zentimeter neben mir durchrasten mit weit über 100km/h. bei lastwagen war die luftdruckwelle teils so stark dass ich fast vom rad gefallen bin. ich hatte echt angst vor diesen rasenden riesen. irgendwann lernte ich aber auch die zu schätzen und die gefahr zu verdrängen die sie mitsich brachten, denn sie brachten auch noch was anderes wenn sie von hinten an mich heranrasten, und zwar rückenwind :-) einen kräftigen stoss rückenwind, einen richtigen schubser, und nachdem sie vorbei waren, einen tunnel in der luft, einen kurzen moment windschatten, so ne art windwanddurchbrecher :-) das gegenteil war natürlich der fallwenn sie mir entgegenkamen. teilweise war die druckwelle so stark dass ich richtig krass abgebremst wurde... auf jeden fall sind das wohl di egefährlichsten strassen gewesen die ich je gesehen habe, da hätte m,ir auch n velohelm nichts gebracht...

ein paar schöne momente wenn auch nur wenige habe ich von der reise natürlich auch mitgenommen, eine der besten waren die feigenbäume am strassenrand. die wachsen dort richtung süditalien wie unkraut, überall. als ich dann endlich raffte dass das feigenbäume sind, habe ich mich an den strassenrand gestellt und feigen in mich reingedrückt, eine nach der anderen, die waren sooooo lecker, ich konnte nicht mehr aufhören, ich habe bestimmt aufs mal mehr als ein kilo feigen gefressen. zwei stunden später hab ichs schon bereut, mein magen fing sich an zu beschweren und ich bekam tierisch bauchweh und mein magen/darm fing an luft zu exportieren wie wild :-) ich habe noch so ne zuerstfreu und dann bereu fruchtgeschichte. auch wie unkraut, überall, wachsen diese riesengrossen kaktusse (wie sagt man das in mehrzahl?) mit diesen wahnsinnig leckeren kaktusfeigen. bei uns kann man die teuer kaufen und dort verfaulen die tonnenweise. ich also angehalten und mir ne frucht runterpflück, brech sie auf und iss sie aus. frucht zwei und frucht drei folgen sofort, doch dann pasiert es aufeinmal habe ich den ganzen mund die hände dielippen die zunge voll mit tausenden winzigen durchsichtigen stacheln. verdammt, sag mir doch einer dass die stacheln haben die man nicht sieht, kenn ich so nicht aus dem fruchthadel, das sind keine stacheln dran :-) stellt euch die stacheln so vor wie brennesselstacheln, einfach etwas grösser und viel viel stabiler. egal wo man sie hinbekommt, dort bleiben sie einfach stecken und man bekommt sie nicht mehr raus. irgendwie habe ich beim aufbrechen der letzten frucht wohl ein paar stachelherde in das fruchtfleisch gedrückt und diese dann gegessen. diese ekelhaften schmerzen in lippe zunge gaumen und an den händen waren unbeschreiblich, ich habe alles versucht um sie wegzubekommen, aber ich hab sie nur noch stärker reingerammt. ich konnte nicht anders als einfach damit weiterfahren und die schmerzen aushalten. den ganzen tag auch die nächsten zwei noch hatte ich diese schmerzen, zunge und lippe dick geworden... tja nu, so lernt man dazu,das passiert mir wohl nie mehr :-)

mehrmals war ich so erschöpft dass ich fast zusammengebrochen bin, aber der gedanke endlich bei angi in polinano zu sein und zu schaffen was ich mir vorgenommen habe, trieb mich immer weiter. ich wollte aber das ganze so schnell wie möglich hinter mich bringen und das ganze um einen tag verkürzen,also radelte ich wie krank um meinen rückstand aufzuholen und sogar einen ganzen tag und eine nacht einzusparen, also macht eich in den letzten zwei tage die strecke von drei tagen :-)

endlich angekommen, aber irgendwie nicht fähig zu realisieren was ich geschafft habe, war ich dann bei angi im haus, zwei stunden nicht auf dem bike, und auf einmal fing mein knie sich an zu vergrössern, die schmerzen wurden immer stärker, udn es schwollgigantisch an, so als ob es nur drauf gewartet hat bis die tour fertig ist. wäre das vorher passiert hätte ich abbrechen müssen da ich das knie praktisch nicht mehr bewegen konnte so dick war es die nächsten drei tage. sehr komisch, als ob ich unterbewusst das ganze gesteuert habe, die macht den köper zu beeinflussen, mehr als man sich denkt, schlummert wohl in allen von uns, ein komisches und erstaunliches erlebnis. schliesslich hatte ich die schmerzen schon seit dem zweiten tag und trotzdem nie auch nur die geringste schwellung...

mein körper ist ne richtige bitch, der lässt alles mit sich machen (von mir auf jeden fall) ;-)

also, zurück zur eingangsfrage: würde ich es nochmal machen?
ja, ganz klar ja, alleine zu lernen was mein körper kann und das geile gefühl mit seinem willen grenzen zu finden und auch zu überschreiten waren es wert. egal dass die reise eigentlich nur reinste quahl war... bestimmt nicht der traum der masse so seine ferien zu verbringen.ich aber mache es wieder, und das nächste mal noch extremer und noch härter, meinen körper und meinen geist schänden bis zum geht nicht mehr, ein verdammt geiles gefühl, so krank es ist...


da wäre noch was verdammt wichtiges zu erwähnen meine drei tage in polignano. die heimat von angi. ich bin ja sonst nicht so der typ der von etwas schwärmt, aber polignano ist wirklich eines der schönsten und interessantesten städtchen die ich jeh gesehen habe, angi hat nie übertrieben wenn sie von ihrer heimat geschwärmt hat. ich glaub dort könnte ich mich auch längere zeit sehr wohl fühlen. dieses flair das diese stadt versprüht ist unglaublich, am späten nachmittag fängt dieses "dörfchen" an zu leben und das bis spät in die nacht hinein egal ob weekend oder wochentag. man triift sich erst ab 21h zum essen, isst stundenlang und diskutiert, die geschäfte öffnen erst am abend wieder und bleiben offen so lange sie meinen dass sie offen bleiben sollen,teils bis früh in den morgen... das beste eis, die besten pizza und die vielen leckeren massig vorhanden früchte... viele interessante und wunderschöne wesen, mit einer grossen gelassenheit und vielviel lebensfreude... dann das wunderbare extrem saubere meer, die schönen buchten und vorallem die geniale altstadt machen es zu einem der schönsten orte die ich je gesehen habe... ich hoffe ich komme nochmal dorthin,und dann etwas länger... nur muss ich wohl etwas italienisch lernen, da dort fast niemand eine andere sprache kann bzw. können will ;-)

was mir auch sehr viel spass gemacht hat, waren die einträge auf diese webseite, diese quasi livepostkarten vom ort des geschehens. die tollen kommentare von den vielen teils unerwarteten mitlesern, und die positiven rückmeldungen von leuten die zwar nur mitgelesen haben, dies aber extremst genossen haben. für mich und für die daheimgebliebenen also eine grosse bereicherung. ich werde das nun weiterhin machen, nicht nur wenn ich in den ferien bin, sondern auch so, um erlebnisse und gedanken mit meinen liebsten zu teilen. ich habe gemerkt dass dies strak verbindet, auch wenn man nicht dabei ist, hat man doch ne art gemeinsames erlebniss und das verbindet auch über weite entfernung. die die es nicht interessiert brauchens ja nicht zu lesen :-)

so, kein bock mehr fehler zu korrigieren, also wenn jemand schreibfehler findet darf er sie behalten :-p

danke dass ihr dabei wart, bis danndann...





„die ‚tatsache‘, einige dinge nicht erreichen zu können, ist nur eine emotionale schutzfunktion des körpers – überwindbar!
dabei ist der eigene wille die größte schwäche und die größte stärke zugleich!“




hier noch n paar pics:
1. coschti mit einem teil polignano hinter sich...
2. mein geschwollenes knie, war in wirklichkeit noch viel schlimmer...
3. coschti vom winde verweht :-) letzte übernachtung vor dem ziel...

18. August 2008

ratet mal...

ich bin daaaaaaaaaaaaaaa...

7 1/2 tage, total 1362km und dafür 54:28 studen im sattel am strampeln...

genaueres später :-)

juhuuuuu...

17. August 2008

einfach hinter mich bringen...

war mein heutiges motto, und zwar nicht den tag sondern die ganze tour. deßhalb bin ich gestrampelt wie ein verrückter und habe 191.49km zurückgelegt und somit mit dem vorsprung von gestern fast einen ganzen tag überholt. jetzt muß ich morgen nochmal ca. 190km schaffen und ich hab einen tag und eine nacht gewonnen, und die "tour de leiden" noch dazu...
nur weil ich gestern nicht gejammert habe heißt das nicht daß der tag gut war und es nichts zu jammern gab ;-) zb. hatte ich platten 3 und 4 wobei ich den 4ten erst heut nach dem aufstehen repariert habe...

heute hatte ich schon die für heute geplanten 120km auf buckel als ich mich entscheiden mußte ob ich nochmal 70km mache damit ich wieder am meer campen kann. ich sag euch, ich war dort schon am arsch. aber ich dachte bei diesen straßen und windverhältnißen schaff ich das grad noch so. nun ratet mal, genau, die straße wurde die schlimmste und der gegenwind der stärkste der ganzen tour :-(
ich kam fast nicht vorwärts, und kämpfte wie ein kranker jeden meter. die gegend war richtig scheiße, keine häuser, überall alles am brennen stinken und rauchen weil die bauern ihre felder abbrennen und mit ihnen tausende tiere und die gigantischen abfallmengenen an den straßen, echt nicht auszuhalten der gestank und das 70km. kam dazu daß mein 4 liter waßervorrat sau schnell weg war, hatte schließlich auch mehr als 40grad. bin fast gestorben vor durst...
echt, ihr könnt euch die abfallmengen an allen landstraßen gar nicht vorstellen und schon gar nicht wie der mit den feldern verbrannte, teilweise bekam ich fast keine luft mehr bzw. war kurz vor ner rauchvergiftung...

jetzt lieg ich im zelt friscg geduscht gut gegeßen und am arsch wie noch nie in meinem leben, aber glücklich das ziel greifbar zu haben, ich hab vor der reise nicht geglaubt und auch während allen vergangenen tourtagen nicht, ich als untrainierter und jahr10telang unsportlicher 1400km in 8 tagen...

aber warten wir erst mal morgen ab, das wird ne verdammt harte etappe, würd sogar sagen die härteste...

wünsch euch allen einen guten wochenstart...

16. August 2008

bin dann doch mal weiter...

bin jetzt kurz hinter pescare, hab einen campingplatz gesucht, und endlich gefunden :-)

ich schuld euch noch die gefahrenen km der letzten tage. vorgestern 272km, gestern 158km, heute 168km.

heute will ich mal nicht jammern, hab ich ja schon genug gemacht. hab endlich kurz im meer gebadet, seit ungefähr 20 jahren wieder mal, endlich ne pizza in italien gegeßen, endlich mein zelt benutzt und somit nicht umsonst mitgeschleppt und endlich das erste mal rückenwind, wenn auch nur kurz...

ok einmal kurz was ähnliches wie jammern, wär heut gern mit meinen freunden zusammen, am versp. geburifest von sabina...

schlaft gut, ich werde es auf jeden fall...

ich bin hin und her gerissen...

soll ich abbrechen oder weitermachen...

erst einmal aber hier der bericht von den letzten zwei tagen...

vorgestern bin ich ja bei der netten familie in cremona aufgewachen ein riesen frühstück auf dem tisch. leider bekam ich wie jeden morgen keinen bissen herunter. als ich mich auf den weg machte war die dame des hauses schon weg, aber sie hatte mir drei riesen sandwich vorbewreitet für auf den weg :-)

als ich dan losfuhr merkte ich schon dass mir mein knie sehr weh macht, ich dachte das wird sich schon legen sobald der körper seine hormone losschickt um den schmerz zu unterdrücken :-)

ich fuhr also los und kam einfach nicht auf touren, es wollte einfach nicht richtig rollen. die strassen waren in einem katastrophalen zustand, schlagloch um schlagloch, riss um riss. es war eine quahl mit geschundenem arsch auf diesem untergund zu strampeln...

nachdem ich dann den gesammten rückstand den ich mir am gotthard wegen den wetterverhältnissen und vorallem den fucking gegenwind eingefangen habe aufgeholt hatte, dachte ich einen kurzen moment daran wie toll es wäre wenn ich heute schon das meer sehen würde... diesen scheiss gedanken wurde ich bald noch bereuen. ich hatte ja schon 150 km auf dem buckel und bis zum meer waren es nochmal 90 km...
dann hatte ich die fatale überlegung angestellt dass wenn ich nicht meine geplante route fahren würde, sondern gerade zum meer, dann würde ich 20km schneller am meer sein...
nunja, ich dacht mir versuch es doch einfach, aber nach 5 km bereute ich es schon, keine ahnung wieseo aber die strasse ging von dort an nur noch hoch runter hoch runter hoch runter man fährt einen berg hoch hat ne kurze abfahrt und schon wieder ein berg :-(
und als ob das nicht genug wäre, setzte gegen den abend ein wind ein, ja ein gegenwind, und was für einer... schön vom meer aufs land ziehend... zu allem hin musste ich einen scheiss umweg fahren weil eine strasse in meinem gps nicht als autobahn gekennzeichnet war, kostete mich 20 km...

als ich dann endlich in ravenna ankam, merkte ich dass die scheiss stadt gar nicht direkt am meer liegt, sondern ca. 8km davon entfernt. obwohl die sonne schon fast weg war dachte ich mir, nein, den strand und das meer muss ich heute noch sehen sonst war ja alles umsonst... also ich losgedüst, die letzten kräfte mobilisiert und ab ans meer. dort war es dann schon stark am eindunkeln, und ich wollte mir zuerst ein hotel suchen. denkste. hauptferiensaison, kein einziges zimmer in jedem hotel das ich gesehen habe. also ab auf den campingplatz, 4 campingplätze in der region, alle complet ausgebucht, die liessen mich nicht hinein...
ich kurz vor dem zusammenbrechen am ende meiner psychischen und physischen kräfte... dann dacht ich halt such ich mir n schönen platz am strand und leg mich da hin, ich wollte nur noch schlafen... strand gefunden, platz gefunden, den vielen leuten keine beachtung geschenkt. meinen platz hergerichtet und langsam ans schlafen gedacht. aber es wurden immer mehr leute und immer mehr, ein riesen feuer nach dem anderen wurde entfacht, es wurde immer lauter und voller... die italiener hatten am freitag einen nationalen feiertag und alle jungen der umgebung trafen sich halt donnerstag nacht am strand zum party machen. es war schlimm, erstens konnte ich nicht einschlafen, gegröle, schreierei kreischerei, lachen und immer wieder feuerwerk. als ich einschlafen konnte wurde ich teils wieder von igrndwelchen lustigen gewckt... eine horrornacht sage ich euch. hatte evtl. 3-4 stunden schlecht geschlafen...

am morgen dann, ich wusste nicht das ich so stinken kann, machte ich mich bereit immer noch voll zertsört mit dem ziel rimini, dann blitzte es vor meinem geisteigen auge auf, ich idiot, da ich ja nicht auf meiner route eitergefahren bin, musst ich nun 60 km strampeln um zurück auf diese zu kommen, 60 km, einfach so umsonst, das wo jeder km so anstrengend ist...

naja, kaum in rimini angekommen, total hungrig und müde, gerade mit angi telefoniert, donner und blitze, zuhauf... und da fängts schon an zu tröpfeln... ich also ab an die strandstrasse von rimini um mir ne pizzeria zu suchen wo ich ne leckere italienische pizza verdrücken kann. der wolkenbruch der über mich und die stadt einbrach, fast nicht zu beschreiben, das wasser war knöcheltief auf den strassen, dann geseltte sich der hagel dazu. und was passierte, ich sah ja nicht wo ich hinfuhr in dem wasser, genau, ich hatte meinen ersten platten... also im vollpiss reifen flick und pump (mit meiner miniminiminipumpe) und weiter geht es. verdammt, nicht eine einzige pizzeria wo ich ne pizza hätte haben können. ich such und such, aberd denkste, nirgend gibts piyya vor dem abend :-(
ich total enttäuscht, wollte nur noch raus aus diesem touristenstress, 40 minuten später ausserhalb der stadt, gerade zwei dicke piadinas verdrückt, stellt euch vor, der nächste platten... und wisst ihr was, auch er nächste wolkenbruch, mit hagel gewürzt...

nun war ich total verzweifelt, ich dachte mir, komm, fahr bis ancona, such dir n hotel und schlaf dich aus. leichter gedacht als getan. vorallem weil mich diese gewitterwolke verfolgte, ingesamt noch zwei mal kam ich in diese donner und blitzehölle mit hagelregensturmgemisch...
30km vor ancona wurde mir dann komisch, ich konnte mich nicht mehr auf dem fahrrad halten, mir wurde übel, ich dachte nur ans weiterkämpfen, ans hotelbett...

schlussendlich sah ich 8km vor ancona auf meinem weg ein hotel, ich direkt an die rezeption, zimmer gebucht, fuck 80€, und hoch, und schon bin ich zitternd zusammenbgrochen, hohes fieber hat sich ausgebreitet und ich hab alle szusammengeuscht um mich zuzudecken. die nacht war die hölle, ich wollte ne pizza bestellen, doch die an der rezeption waren undfähig das für mich zu machen, als einziges was denen möglich war, etwas brot mit rohschinken auf s zimmer bringen, hat mich 14€ gekostet :-(

nun ja, jetzt sitz ich hier in der lobby am computer, und frage mich die ganze zeit ob ich weitermachen soll.

ich bin immer noch krank und fiebrig, immer noch erschöpft, mein arsch macht weh, meine finger sind taub und meine motivation ist im arsch...

bin hin und hergerissen...

15. August 2008

und aus der traum...

nach 5 tagen und 865.6km liege ich mit starkem fieber und schüttelfrost allein und einsam in einer fremden stadt in einem fremden land in einem scheiß hotelzimmer...

geht mir echt scheiße...

MAMI MACH MIR BITTE EINE HEIßE SUPPE UND DECK MICH ZU...

sorry, gestern war es zu spät...

um mich noch zu melden, ich hatte echt andere probleme...

ich hab zu viel zu schreiben umd das mit smstippen zu machen, such mir internet und machs dann dort...

nur soviel, so bin ich aufgewacht:

14. August 2008

hmm, zwickmühle...

soll ich mir weitere 90km antun, also nochmal 4 stunden im sattel, nur um schon heute im meer schwimmen zu können?
ich glaube ja, auch wen die chance besteht daß ich unterwegs tod umfalle :-)
falls ich heut noch ankomme, belohn ich mich mit nem teuren hotel und einem ruhetag moren. naja das mit dem ruhetag ist noch nicht sicher ;-)

ich glaub ich weiss jetzt...

...wie man sich am morgen mit 55 fühlt...

ach du scheisse, kein muskel der mir nicht weh macht. mein knie sieht komisch aus, mal sehen was es auf den ersten km meint....

meine lieben freunde und familie ich wünsche euch einen wunderschönen, warmen, stressfreien und sonnigen tag :-)

13. August 2008

wieder liege ich zerstört im bett...

dieses mal bei einer netten familie in cremona :-)

habe hier mit nicht existierenden ital.kenntnißen eine frau angesprochen wo ich wohl einen bankomaten finden kann. dann ging ich was einkaufen, und als ich den laden verließ lief sie zufällig wieder vorbei. also fragte ich sie wo man hier günstig schlafen kann. Naja ihr ahnt es, jetzt schlaf ich bei ihr. Habe geduscht, kleider gewaschen, sehr gut an ihrem tisch gegeßen und mich prächtig mit mann frau und kind unterhalten, mit einem mix aus englisch französ. und italienisch. Er englisch, sie franz. u. der kleine sohn beides :-) aber alle nix richtig...

so, nun zum heutigen tag: ich habe mich selber übertroffen. 195km und fast 1000höhenmeter...
ab italien in schwülstheißem wetter, bin trotz schutz total rot.
mein knie schmerzt ganz schön, aber ich war wie auf droge, fahren fahren fahren :-) es war ab italien total langweilig und vorallem verdammt gefährlich zum fahren. DIE RASEN WIE KRANKE IDIOTEN...
ich hab mind. 50 tote igel, ein paar hasen, wildschweine, bußarde und sonstiges gesehen, mir wurde jedesmal vom anblick und vom geruch total schlecht.

So, morgen knack ich die 200 hoffe ich doch sehr :-)

verdammt...

wieso hat mir niemand was vom monte ceneri gesagt, diesen scheiß berg hab ich in der planung total übersehen...

mein knie dankts mir nun :-(

hoffnungsvoll ausm fenster geschaut...

und direkt wieder enttäuscht worden. hab zwar ne hammer aussicht (siehe 5tes foto), aber der regen nervt schon. Hab gar keine lust so aufs bike zu steigen :-(

also wens nicht bald gutes wetter gibt, dann brech ich ab, auch meine bereitschaft mich zu quälen hört irgendwo auf...

hier noch n paar gotthard-pics, eines sogar ohne regen :-)

12. August 2008

heute bin ich gefühlte 170km gefahren...

aber es waren nur 95 tatsächliche km :-(

nein, es lag nicht daran dass ich mich überschätzt habe, und nein es lag auch nicht am gotthard, ich hatte wirklich PERMANENT jeden einzelnen meter gegenwind...
dieser scheiss berg, der sieht mich bald wieder, bei schönem wetter und ohne gegenwind, dann bezwing ich den locker in einem drittel der zeit die ich heute benötigte...

oben auf dem gotthard angekommen, habe ich mich nicht einmal gefreut, ich hatte kalt war nass bis auf die haut und hab am ganzen körper gezittert, an den beinen vor anstrengung und am rest wegen der nässe/kälte...

jetzt denkt evtl. einer von euch: selber schuld wenn du nass warst und kalt hattest, dann warst du einfach nicht richtig ausgerüstet! falsch!!! ich war richtig ausgerüstet, ich war nicht nass vom regen, sondern von meinem eigenen schweiss der nicht so schnell durch die goretexmebran nach draussen kam wie ich ihn dank dem gegenwind produzierte...

euren beglückwünschungen in ehren, aber der gotthard ist wirklich nicht so eine grosse leistung :-) schon gross, aber auch ich habe ihn überschätzt... den mach ich noch in diesem jahr noch einmal, wer kommt mit?

als ich dann oben auf dem pass etwas gegessen mich einigermassen aufgewärmt und getrocknet hatte, sollte ich mich eigentlich auf die abfahrt freuen. denkste!
es hat noch viel stärker geregnet und noch viel stärker gestürmt als bei der auffahrt, ich hatte sogar beim runterfahren gegenwind(!) was aber schlimmer war, ich habe knapp 5 meter weit gesehen weil die wolken bzw. der nebel so dicht war. ich also den berg hinunter, bei jeder kurve angst dass es mich unten weghaut weil meine slicks nicht mehr auf der strasse halten, dann immer wieder extremste windstösse von den seiten, die mich entweder aus oder in die fahrbahn drückten, und zu allem dazu noch die autofahrer die einfach einen scheissdreck rücksicht nahmen...
zwischendurch hab ich mir gewünscht ich hätte doch nen helm mitgenommen... mein gepäck das am bike befestigt hat, macht mir auch extrem zu schaffen, das fahrad ist extrem schwer zu kontrollieren und es kostet eine menge kraft am arsch und in den armen es zu stabilisieren..

dann endlich unten in airolo angekommen, dacht ich jetzt ist es vorbei mit gegenwind. ihr ahnt es schon, nein es ging weiter, das ganze verdammte tal lang bis nach bellinzona hatte ich gegenwind, und in bellinzona habe ich mich dann entschieden aufzugeben und mir eine bleibe für die nacht zu suchen...

hab dann dank angi und meinem geilen velo-gps-computer eine jugendherbege gefunden, und stellt euch vor, ich konnte heiss baden. juhuuuuuuuuuu. manche von euch wissen ja wie sehr ich das baden liebe ;-) meine knochen und muskeln hatten es nach diesem tag echt nötig, ich stand hier unten bibbernd und schlotternd und total durchegweicht an der reteption und wollte nur noch ein zimmer...

ach ja und suuuuper wasserdichte socken habe ich, irgendwie wurde das falsch verstanden, das wasser kommt locker zu meinen füssen aber raus geht es nicht mehr. hatte bestimmt mehrere dl wasser dort drin :-)

hab einigermassen gut gegessen (jugenherbergennachtessen) gut gebadet, meine kleider gewaschen und getumblert, und sitze nun im computerraum und tippe diese zeilen... desshalb auch mal ein ausführlicher bericht da ich eine richtige tastatur habe und nicht wie sonst die scheiss sms-tastatur des natels benutzen muss :-)

was gibts sonst noch zu sagen? ich glaube die strecke die ich heute gemacht habe ist wunderschön bei gutem wetter, die abfahrt bis nach bellinzona ist suuuuuper, die mach ich bald noch mal und hoffe jemand kommt mit (pitli, lo ???)

so, ich muss in die heia, habe morgen 130 geplante km vor mir und muss noch 80 km aufholen die ich heute nicht geschafft habe ;-)

ach ja, danke vielmals für eure vielen und tollen kommentare, habe mir die immer zwischendurch durchgelesen und die haben mich echt motiviert, auch wenn gewisse meine leistung zu stark überbewerten (ja ja costal der mr. understatement ;-)

Der berg hat mich geschafft...

ich ihn aber auch :-)

3 mal länger als geplant hab ich gebraucht um auf 2097m ü.m. zu kommen. ich bin total durchfroren und durchnäßt, permanent hat es geregnet wie aus kübeln, und es war/ist arschkalt, ein wunder daß es nicht schneit. ein paar von euch wißen daß ich das velofahren einfach liebe, fast alles was damit zu tun hat, ja sogar berge, außer eines das HASSE ich, und das ist gegenwind, das macht mich wirklich wütend ja sogar agreßiv dann schrei ich meist meine wut lauthals aus dem bauch heraus. ich hatte jeden höhen und wegesmeter gegenwind, nein, gegensturm. WAR ECHT ZUM KOTZEN...

nun ja, jetzt bin ich ja oben, hab gar keine lust auf die abfahrt bei dem dreckswetter...

Ich bin noch nirgends...

aber ich kann schon nicht mehr, ich habe allerhärtesten gegenwind, es regnet, meiner übersetzung fehlen einige zahnräder und das schlimmste ist, dass ich nicht im stehen/wiegetritt fahren kann da mein gepäck zu schwer ist und den rahmen in schwingung versetzt...

soll ich mir das wirklich weiter antun? ich weiss es nicht. ach scheiß drauf ich fahr einfach durch den tunnel :-)

also wenn es einen gott gibt...

dann ist er sauer auf mich daß ich nicht an ihn glaube :-P

hier draußen stürmt es, leider nicht in fahrtrichtung. kalt ist es, und ich bin voll zerstört...

11. August 2008

So, die erste etappe ist geschafft...

Leider bin ich nicht so weit gekommen wie ich wollte, aber fast :-)

ich liege gerade in einen grossen doppelbett in einem privathaus mit dusche und fernseher, für 20.- und zwar in gurtnellen am fuße des gotthard.

Ich bin total am arsch, selbiger schmerzt auch ganz schön, mein knie macht probleme und mein bestes stück spür ich immer noch nicht :-(

es regnet in strömen, und die letzten km waren echt scheiße, zumal es noch verdammt kühl ist hier in diesen verdammten bergen. Wie kann man nur hier leben, hier kommt fast nie sonne hin und immer berg hoch und runter fahren macht keinen spaß...

So, hier mal ein paar fakten für den heutigen tag:
ich bin 118.92 km luftlinie von meinem zuhause entfernt, habe aber dafür 165.3km auf der straße zurückgelegt. Dafür saß ich 6 stunden und 21 minuten im sattel, hatte eine max.geschwindigkeit von 58.48km/h und durchschnittlich ca. 26km/h.

Ich eß noch was, dann schalt ich den tv ein und werde wohl bald wegnippeln, hoff ich erhol mich gut, der gotthard steht bereit vor der tür und wartet auf mich...

133km hinter mir...

Und momentan fällt mir nur ein daß ich berge und die innerschweiz nicht ausstehen kann...

Ach ja, mein arsch mein rücken und mein rechtes problemknie machen mich kaputt und bald fängt hier ein gigantisches unwetter an.

sind ja heute nur noch 50km...

10. August 2008

ich bin dann mal weg...

nach einem harten partyweekend wenig schlaf viel alkohol und einemkleinen unfall sind wohl alle vorausetzungen gegeben dass mein start morgen super über die bühne gehen wird ;-)

ich hoffe es regnet nicht direkt schon morgen früh beim start, das würde meine motivation für den trip stark dämpfen...

ich meld mich dann mal morgen mittag wieder, einen ausführlichen tages- und zustandsbericht gibt es dann am abend...

7. August 2008

so, die nächsten schritte sind getan...

habe heute den gepäckträger zusammen mit meinem vater optimiert, jetzt ist er auf jeden fall fähig ein paar kilo zu transportieren :-)

ausserdem habe ich mir heute einen bikerucksack gekauft, in dem ich auch einen kleinen teil meines gepäcks trasnportieren werde...

nun fehlen mir nur noch ein paar kleinigkeiten, und dann habe ich alles was ich benötige...

langsam werde ich wieder nervös :-)

6. August 2008

und weiter geht es...

...mit meinen vorbereitungen.

habe mich nun entschieden meine gepäckträgerkonstruktion etwas zu verändern. erstens ersetze ich das brett mit einer dünnen aluplatte, das spart einiges an gewicht und als zweites wird das ganze unten noch näher an der sattelstange befestigt, so kann das ganze so gut wie gar nicht mehr schwingen. vor zwei tagen habe ich bereits die gummis entfernt,die die ganze konstruktion an der stange hielten, ich habe sie einfach durch stücke eines alten ledergurtes ersetzt. jetzt wackelt fast nichts mehr :-)

ausserdem werde ich das gepäck halt doch auf den gepäckträger und einen rucksack aufteilen. ich denke 3-4 kilo auf dem rücken sollten kein problem machen, vorallem nicht wenn ich den perfekten rucksack dafür finde. habe heute im veloplusmal etwas nachgeforscht und ein echt geiles teil entdeckt, werde morgen noch einmal hingehen und das ganze mit meinem gepäck testen. wird schon klappen, ist ja schliesslich keine sontagsfahrt sondern eine extremtour :-)

ach ja, falls ihrs noch nicht gemerkt habt, habe gestern nacht eine kommentarfunktion programmiert, jetzt könnt ihr jeweils euren senf zu meinen einträgen dazugeben :-)

5. August 2008

juhuuuuuuu...

..die vorteile wenn man einen geilen chef hat :-)

ich kann meine geplante reise um eine woche verschieben, d.h. also dass ich erst am 11.08.08 starte, und somit noch genügend zeit habe meine "probleme" in den griff zu bekommen...

uiiii, richtig befreiend :-)

habe auch schon pläne wie ich das ganze angehe, genaueres erfahrt ihr hier in den nächsten tagen :-)

diese reise raubt mir den schlaf...

ich sollte echt langsam schlafen gehen, aber tausend sachen gehen mir durch den kopf und lassen mich nicht zur ruhe kommen...

hoffe sehr dass alles noch klappt, aber die chancen sinken, morgen also mal im geschäft abchecken ob ich meinen urlaub verschieben kann...
hoffe sehr dass das klappt, einfach eine woche mehr zeit, das wäre perfekt :-)

*daumendrückundjetztschlafengeh*

4. August 2008

zum scheitern verurteilt...

...ist meine 26stel weltreise,noch bevor sie angefangen hat :-(

meine gepäckkonstruktion funktioniert doch nicht wie gewollt, und ohne gepäckträger geht es nicht...

wenn ich nicht ganz schnell eine lösung finde, dann kann ich alles abblasen...

verdammte scheisse...

mein knie macht mir sorgen...

einen besseren zeitpunkt hätte es nicht geben können, zwei tage vor dem start meldet sich mein problemknie zurück :-(

ich hoffe sehr dass das wieder weggeht ansonsten sehe ich schwarz für meine 26stel weltreise...

selfmade gepäckträger...

eines der grössten probleme die ich beim organisieren dieses trips hatte, war die frage des gepäcktransportes...

ich habe etliche verschiedene systeme ausprobiert, keines hat mich überzeugt.

als erstes nahm ich einen gepäckträger zum an die sattelstange anzuklemmen. doch schon beim ersten ausprobieren musste ich das ganze wieder verwerfen. das weit nach hinten abstehende gewicht hat sich die ganze zeit sehr stark bewegt, und so ein echt mieses fahrgefühl erzeugt. das ganze rennrad war schwer zu kontrollieren.

dann habe ich einen rucksack gekauft den man mit einem simplen stecksystem unter die sattelstange klemmen kann, echt geniales system, nur zu klein für mein gepäck, und des weiteren ist mein sattel am rennvelo so weit vorne dass ich die befestigung nicht befestigen konnte :-(

dann hab ich mich halt zu einem selbstbau entschlossen, und das ganze gestern mit meinem vater zusammen verwirklicht... ich hoffe wirklich sehr dass die konstruktion hält was sie verspricht...

hier ein paar fotos vom bau des gepäckträgers.

meine tasche wird dann hinten an das brett geschnallt, auch davon werrde ich später noch ein paar bilder hochladen...

verdammt bin ich nervös...

warum ich nervös bin?

ich habe 1400km und den gotthardpass in 7-10 tagen vor mir, ich habe keine ahnung ob ich schaffe was ich mir da vorgenommen habe. habe das halt noch nie gemacht. hab ich die ausdauer dafür? hält das mein lädiertes knie aus? komme ich zu früh an? komme ich zu spät an? finde ich gute schlaf/zeltplätze? hält mein material? finde ich steckdosen um mein veloGPScomputer zu laden?

fragen über fragen. nun ja, die antworten habe ich in knappen zwei wochen...

ich werde euch (falls überhaupt jemand mitliest) hier taegli.ch 2-3 mal berichten wo ich bin, wie es mir geht, was ich gesehen und erlebt habe...

berichte ich einmal mehr als 24 stunden nicht, lieg ich wohl irgendwo tod im strassengraben...

ich habe noch verdammt viel vorzubereiten, und nur noch zwei tage zeit, am mittwoch morgen geht es los...

3. August 2008

erster test der neuen webseite...

dann hoff ich doch mal dass sich die programmiererei gelohnt hat...

Me Myself & I

taegli.ch langweiliges, uninteressantes, banales, stupides, nichtsaussagendes und unrelevantes aus meiner kleinen bescheidenen welt...

(m)eine erkenntnis...

die ‚tatsache‘, einige dinge nicht erreichen zu können, ist nur eine emotionale schutzfunktion des körpers – überwindbar!
dabei ist der eigene wille die größte schwäche und die größte stärke zugleich!